Allgemeines über das E-Visum

Ursprüngliches Visum

Bis vor kurzem konnte man für Einreise in den Oman ein Visum am Grenzübergang erhalten. Beim jeweiligen Ankunftshafen auf dem Seeweg oder Luftweg musste ein Visum für den Aufenthalt im Oman erlangt werden. Diese berechtigte den Reisenden für eine bestimmte Dauer im Land zu bleiben. Dafür musste nichts im Vorfeld organisiert werden, sondern nur alle notwendigen Reisedokumente mitgebracht werden. Allerdings war das an einigen Grenzübergängen ein großer Verwaltungsaufwand und die Royal Oman Police hatte sehr viel zu tun. Somit verzögerte sich die Einreise in das Land oftmals. Zudem erhielt man über diese Form des Visums keine verlässlichen Statistiken über die Einreise sowie die Ausreise des Omans. Deshalb wurde dieses Visum zum Anfang dieses Jahres auf ein elektronisches System umgestellt.

Das e-Visum soll den Prozess der Ausstellung einer Reisegenehmigung um einiges erleichtern und beschleunigen. Die ursprüngliche Form der Einreise wurde durch dieses vollständig abgelöst und ein Oman Visum kann nur noch über die Webseite der Royal Oman Police beantragt werden. Dieses Visum ist allerdings nur für touristische Zwecke erlaubt und gibt den Reisenden die Möglichkeit einen Aufenthalt im Oman zu verbringen. Für dieses e-Visum sind aber von der omanischen Regierung aus, nur bestimmte Staaten zugelassen. Diese werden als die Gruppe 1 bezeichnet, die um die 73 Staaten umfasst. Nur die Staatsbürger dieser Länder, dürfen das Visum beantragen und damit in den Oman einreisen. Hierbei stehen diesen, zwei verschiedene Visa zur Auswahl. Zum einen das einmalige Visum, für einen kurzen Urlaub, und zum anderen ein Visum für mehrmaliges Reisen.

Oman Reise

Unterschiede der Visa

Das einmalige e-Visum, auch als Touristenvisum bezeichnet, ermöglicht einer Person einmalig in das Land einzureisen. Die Reisegenehmigung ist daher nur für eine Reise gültig und danach verfällt diese. Der Reisende darf mit dieser für 30 Tage im Oman bleiben und sich hier frei aufhalten. Dieser muss aber genau nach dieser Frist wieder ausreisen, da dann sein Visum endgültig abgelaufen ist. Im Gegensatz dazu steht das e-Visum für mehrmaliges Einreisen. Dieses ist ab dem Tag der ersten Ankunft im Oman, für ein komplettes Jahr gültig. Innerhalb dieses Jahres kann der Antragsteller beliebig oft in das Land einreisen. Allerdings dürfen dabei die Aufenthalte auch nicht die Länge von 30 Tagen überschreiten. Der große Unterschied zum einmaligen Visum ist daher, dass öfter dieser Zeitraum im Oman verbracht werden darf.

Jedoch muss immer eine gewisse Zeit zwischen den Reisen in den Oman liegen, um keinen langfristigen Aufenthalt zu haben. Denn wenn das Visum dafür missbraucht wird, kann einem dennoch die Einreise in das Land verweigert werden. Wichtig für beiden Formen des Visums ist, dass dieses nach der Antragstellung innerhalb des nächsten halben Jahres wahrgenommen wird. Ansonsten verfällt die Reisegenehmigung und man muss erneut einen Antrag stellen. Daher sollte immer auf den Zeitraum zwischen Beantragung und Einreise geachtet werden, um an der Kontrolle nicht ohne gültiges Visum dazustehen. Zudem sollte bei beiden die Frist des Aufenthalts eingehalten werden, da sonst ein Bußgeld in Höhe von 22 Euro pro Tag gezahlt werden muss. Dies muss gesammelt am Tag der Abreise beglichen werden.

Voraussetzungen für eine Genehmigung

Die Einreise mit einem e-Visum ist nur bestimmten Personen, die die notwendigen Anforderungen erfüllen, vorbehalten. Dies grenzt den Umfang der einreisenden Menschen auf ein überschaubares Maß ein. Eine grobe Eingrenzung findet dabei mit der Gruppe 1 an, die festlegt, welche Staaten berechtigt sind, ein e-Visum zu beantragen. Dazu gehören 73 Länder, die die europäischen sowie afrikanischen Staaten umfassen. Man muss als Reisender ein Staatsangehöriger einer dieser Länder sein, um eine Chance auf die Einreise zu erhalten. Des Weiteren müssen sich die Personen zum Zeitpunkt der Antragsstellungen außerhalb des Sultanats Oman befinden. Das heißt, das e-Visum darf nur aus der Heimat beantragt werden und wird beim Antrag während der Reise strikt abgelehnt. Daher kann auch beim Aufenthalt im Oman kein weiteres Visum angefordert werden. Dazu muss immer erst ausgereist werden.

Außerdem darf nämlich keine gültige Reisegenehmigung beim Reisenden vorliegen, während er eine neue beantragt. Für den Oman werden keine gleichzeitig gültigen Visa ausgestellt, die einen längeren Aufenthalt als gewöhnlich ermöglichen würden. Daher muss für die Beantragung auch das Ende des vorherigen e-Visums abgewartet werden, um eine neues anfordern zu können. Allgemein muss der Antragsteller einen gültigen Reisepass besitzen. Dieser muss eindeutig die Staatsangehörigkeit von einem der G1 Ländern bestätigen. Zudem muss dieser für die nächsten sechs Monate ab der Ankunft im Oman rechtswirksam und nicht abgelaufen sein. Wenn dies der Fall ist und der Rest der Anforderungen erfüllt ist, wird einem die Reisegenehmigung für den Oman ausgestellt.

Notwendige Dokumente

Für den Antrag auf ein e-Visum müssen beim Reisenden bestimmte Dokumente vorhanden sein. Diese dienen vor allem der Identifikation der Person und wie vertrauenswürdig diese ist. Dafür muss, wie vorher schon erwähnt, ein gültiger Reisepass vorliegen. Dieser bestätigt alle biometrischen Daten des Antragstellers und dient allgemein dazu, dass sich dieser damit Ausweisen kann. Neben dem Pass muss aber auch ein Foto von diesem eingereicht werden, dass diesen im Profil und mit Blick in die Kamera zeigt. Es muss dabei dem internationalen Standard entsprechen. Aber um der zuständigen Behörde zu zeigen, dass man innerhalb der Frist auch wieder aus den Oman ausreist, müssen noch weitere Dokumente vorhanden sein. Dazu gehören eine gültige Reservierung eines Hotels oder einer anderen Unterkunft. Diese zeigt, wie viele Nächte man dort verbringt. Außerdem müssen die Tickets für den Hinflug sowie für den Rückflug vorgelegt werden.

Der Rückreisetermin muss dabei innerhalb der 30 Tage Frist liegen. Diese Dokumente müssen alle im Formular auf der Webseite der Royal Oman Police hochgeladen werden. Daher sollte man auch immer eine Kopie der Dateien auf einem Speichermedium bei sich tragen, wenn es zu einem Fehler im System kommt. Außerdem sollten die Dokumente alle ausgedruckt werden und bei der Kontrolle am Grenzübergang vorgelegt werden. Damit hat der Beamte alle notwendigen Dokumente vor sich und muss diese nur durchsehen. Sind darin alle Daten und Informationen stimmig, wird einem in der Regel die Einreise in den Oman gewährt. Allerdings liegt die Entscheidung bis zum Schluss bei dem zuständigen Beamten der Royal Oman Police und dieser kann nach eigenem Ermessen entscheiden, wann eine Person einreisen darf oder nicht.