Voraussetzungen für die Oman Reise

Visum bei der Landesgrenze

Vor diesem Jahr war es noch möglich, direkt an der Grenze zum Oman, egal ob per Auto, Flugzeug oder Schiff, ein Visum für seinen Aufenthalt zu erhalten. Diese wurde einem dann für die gewisse Zeit ausgestellt und man durfte in das Land einreisen. Hierzu wurde nur der Reisepass oder ein anderes Dokument zur Identifikation benötigt. Der zuständige Beamte hat dann noch Fragen zum Zweck der Reise und wo man in dieser Zeit eine Unterkunft gestellt. Aber diese Form des Visums ist seit diesem Jahr nicht mehr möglich. Die omanische Regierung hat auf ein elektronisches System der Reisegenehmigung umgestellt. Dieses ersetzt die alte Form des Visums komplett und es gibt keine andere Möglichkeit mehr, ein solches Kurzzeitvisum zu erhalten. Das neue e-Visum muss auf der offiziellen Webseite der Royal Oman Police beantragt werden.

Diese ist von allen Ländern erreichbar und ermöglicht, das Formular bequem von zu Hause auszufüllen. Das System verbessert den gesamten Prozess deutlich und aus der Sicht des Reisenden kann alles zur Reise im vorne herein geklärt werden. Allerdings was gleich bleibt, ist die Kontrolle an der Landesgrenze. Hier muss die gültige Reisegenehmigung und weitere Dokumente dem Beamten vorgezeigt werden. Diese haben die endgültige Entscheidungsgewalt darüber, ob man in den Oman einreisen darf oder nicht. Somit gibt das e-Visum nur eine vorzeitige Bestätigung, dass die Einreise grundsätzlich möglich ist. Es ist keine Garantie für die sofortige Einreise, sondern es muss erst die Kontrolle am Eingangshafen durchlaufen werden.

Oman Kultur

Keine Einladung notwendig

Bei vielen Visa und auch beim regulären Visum des Omans wird eine Einladung eines omanischen Staatsbürgers benötigt. Dieser muss einen Grund angeben, warum die ausländische Person länger im Oman bleiben darf. Dies ist der große Unterschied zum neueren e-Visum. Bei diesem wird für den Antrag für eine Reisegenehmigung keine Einladung oder Sponsor gebraucht. Dieses kann einfach für eine normale Urlaubsreise beantragt werden und wird daher auch als Touristenvisum bezeichnet. Somit kann zu jederzeit und ohne jegliche Gebundenheit in den Oman gereist werden. Allerdings wird bei dem Antrag verlangt, schon eine Hotelreservierung zu haben, um sicherzustellen, dass man dort nicht einfach untertauchen kann. Wichtig ist zudem einen gültigen Reisepass zu besitzen, der eindeutig die Staatsangehörigkeit für einen G1 Staat bestätigt.

Dies ist entscheidend, da nur bestimmte Länder zu dem Verfahren zugelassen sind und das e-Visum überhaupt erhalten dürfen. Außerdem ist ein Rückflugticket erforderlich, das die Abreise innerhalb der Frist bezeugt. Liegt dieses nicht vor, wird der Antrag in der Regel abgelehnt. Denn das e-Visum soll der einreisenden Person nur einen kurzfristigen Aufenthalt im Oman ermöglichen und es nicht möglich machen auf unbestimmte Zeit im Land zu bleiben.

Verlängerung des Visums

Beim e-Visum für den Oman gibt es zwei verschiedene Formen, aus denen gewählt werden kann. Dies zum einen das einmalige Visum und zum anderen das mehrmalige Visum. Das einmalige Visum ist, wie es der Name schon sagt, für eine einzige Reise in den Oman. Die Reisegenehmigung kann innerhalb eines halben Jahres für eine Reise genutzt werden und danach ist diese abgelaufen. Daher gilt diese Form auch als das Touristenvisum, da diese nur einen kurzfristigen Urlaub in dem Land planen. Es ermöglicht diesen einen Aufenthalt von 30 Tagen, die aber strikt eingehalten werden müssen. Für jeden Tag, der überzogen wird, wird eine Strafe in Höhe von 10 Rial erhoben. Dies entspricht ungefähr 22 Euro. Wichtig ist hierbei ebenfalls, dass das Hotel innerhalb dieser Zeit endet und der Flug vor dem Ende der Frist erfolgt. Nur so bleibt das Visum gültig und man bekommt keinerlei Probleme. Die andere Form des e-Visums ist das mehrmalige Visum. Dieses ermöglicht dem Antragssteller mehrmals in den Oman einzureisen. Ab dem Tag der Ausstellung ist dieses für ein ganzes Jahr gültig. Innerhalb dieser Zeit kann die Person beliebig oft in den Oman reisen. Hierbei sollte aber zwischen den Aufenthalten eine gewisse Zeit liegen, um nicht den Verdacht, auf einen langfristigen Verbleib, zu erwecken. Diese dürfen, wie beim einmalige Visum, nicht länger als 30 Tage sein.

Somit muss der Oman immer wieder verlassen werden und nur durch eine weitere Kontrolle wieder eingereist werden. Dies schließt auch bei beiden Visumformen eine Möglichkeit auf Verlängerung aus. Das einmalige und auch das mehrmalige Visum können in ihrer Gültigkeitsdauer nicht erweitert werden. Um nach den Aufenthalt im Oman zu verlängern muss man beim Touristenvisum zuerst ausreisen und im Ausland wieder einen neuen Antrag stellen. Beim mehrmaligen Visum muss allerdings nur ausgereist werden, aber dennoch eine kurze Zeit gewartet werden, um wieder in das Land einreisen zu können. Das wurde von der omanischen Regierung in dieser Art festgelegt, um sicherzustellen, dass alle ausländischen Besucher nur eine begrenzte Zeit im Land verbringen. Somit stellen diese nur für kurze Zeit eine potenzielle Gefahrenquelle dar. Denn das Ziel des Visums ist, die Sicherheit im Land und für die Bürger zu gewährleisten. Dies wird nur dadurch erreicht, dass die einreisenden Personen genau kontrolliert und überprüft werden.

Wer dagegen einen längeren Aufenthalt im Sultanat Oman verbringen möchte, muss dazu ein reguläres Visum bei der Botschaft vom Oman beantragen. Hierzu muss man sich einen Termin geben lassen, um bei einem zuständigen Mitarbeiter einen Antrag stellen zu können. Bei diesem Visum wird allerdings eine viel gründlichere Überprüfung der Person durchgeführt. Zudem wird für einen gültigen Antrag eine Einladung eines omanischen Staatsbürgers benötigt. Dieser muss einen zu geschäftlichen oder freundschaftlichen Zweck in das Land einladen. Zur Sicherheit wird dieser auch über die jeweilige Reise von der Royal Oman Police befragt, um sicher zu gehen, dass die Reise auch so wie angegeben durchgeführt wird. Denn, wenn einer ausländischen Person ein langfristiger Verbleib im eigenen Land gewährt wird, wollen diese genau wissen, was dieser in der Zeit macht und wo sich dieser aufhält. Da der Wüstenstaat immer noch eine absolute Monarchie, die von einem alleinherrschenden Sultan geführt wird, ist, wird sich an diesen Regelungen in den nächsten Jahren nichts ändern. Aber das Land ist dazu bereit, sich immer weiter, der westlichen Welt und deren Gepflogenheiten zu öffnen. Es sollte aber immer die bewährten Traditionen und Werte bewahren und nur einen kleinen Einfluss durch die westliche Welt zulassen.