Eine grobe Abschätzung in drei Schritten. Der Raum startet gut gelüftet mit 420 ppm.
„Fenster geöffnet“ steht für nahezu optimale Bedingungen: weit offene Fenster mit gutem Durchzug (Querlüftung). Ist nur auf einer Seite ein Fenster offen, kommt meist deutlich weniger Frischluft herein. Die CO₂-Konzentration im Raum liegt dann höher, als der Rechner anzeigt.
Nach 45 Minuten
2.350ppm
hygienisch auffällig
Über 20.000 ppm rechnet die Formel zwar weiter, aber durch Atmung allein werden solche Werte kaum erreicht. Jeder echte Raum ist undicht genug, und die eigene Ausatemluft hat nur rund 40.000 ppm, was den Anstieg von oben her begrenzt. Wo so hohe Werte wirklich gemessen werden, kommt das CO₂ meist aus einer anderen Quelle wie Gärung, Trockeneis oder einer Güllegrube.
Gefährlich ist dieser Bereich trotzdem, und die ersten Beschwerden fangen viel früher an. Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit sind schon ab etwa 3.000 ppm belegt. Bei 20.000 ppm atmet man deutlich tiefer und schneller, ab etwa 40.000 ppm besteht unmittelbare Lebensgefahr. Ab rund 70.000 ppm droht Bewusstlosigkeit innerhalb weniger Minuten und ab etwa 100.000 ppm der Tod.
Die Voreinstellungen sind bewusst grobe Mittelwerte. Wer den eigenen Raum genauer kennt, trägt hier eigene Werte ein.
Solange der Zeitplan an ist, kommen Lüftung, Personenzahl und Dauer aus dieser Tabelle. Die Schritte 2 und 3 oben sind dann ausgegraut.
Der Rechner nimmt an, dass sich die Luft im Raum gleichmäßig mischt, dass die Luftwechselrate über die ganze Zeit gleich bleibt und dass alle Personen von Anfang an im Raum sind. Andere CO₂-Quellen wie Gasherde oder Kerzen sind nicht enthalten.
C(t) = Caußen + n · q / (λ · V) · (1 − e−λt), mit n Personen, CO₂-Abgabe q, Luftwechselrate λ und Raumvolumen V. Startwert ist die Außenluft.
20 l/h je Person passen zu sitzenden Erwachsenen bei leichter Tätigkeit. Kinder geben weniger ab, ungefähr 10 bis 15 l/h, bei körperlicher Anstrengung wird es ein Vielfaches. Auch die Luftwechselraten streuen in der Wirklichkeit stark, weil Wind, Temperaturunterschied und Fenstergröße mitspielen. Die Ergebnisse zeigen also die Größenordnung und keine Messwerte.
Zur Einordnung: unter 1.000 ppm gilt nach den Leitwerten des Umweltbundesamtes als hygienisch unbedenklich, 1.000 bis 2.000 ppm als auffällig, darüber als inakzeptabel. Der Arbeitsplatzgrenzwert nach TRGS 900 liegt bei 5.000 ppm und deckt nur die direkte Wirkung des CO₂ selbst ab. Für das, wofür CO₂ hier eigentlich steht, taugt er nicht: Krankheitserreger aus der Atemluft der anderen und alles Übrige, was sich in schlecht gelüfteter Luft ansammelt.