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GoingPublic 1/2017

Lesen Sie kostenlos das E-Magazin zum Thema „Mehr Qual als Qualität“

Januar 2017 31 wie Privatanleger, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Medien ist eine gute Repu- tation mindestens ebenso wichtig. Des- halb kann ein auf deren Bedürfnisse zuge- schnittener Imageteil genutzt werden, um ein besseres Verständnis für die Rolle des Unternehmens in der Gesellschaft und eine emotionale Bindung zum Emittenten herzustellen. Dies gilt insbesondere für Unternehmen mit starkem Konsumenten- fokus, vielen Mitarbeitern und ggf. sogar hohem Privatanlegeranteil. Etwas Süßes in Ehren kann keiner verwehren Eine solch breite Zielgruppenbetrachtung führte in der Vergangenheit zu immer dickeren und bildreicheren Geschäfts- berichtsproduktionen. In Zeiten der Print- medien war es effizienter und kostengüns- tiger, das gleiche Dokument einfach an alle Zielgruppen zu liefern. Im heutigen digitalen Zeitalter stehen uns nicht nur neue, emotionalere Kommunikations- formen (Storytelling, Videos, interaktive Infografiken) zur Verfügung, auch bietet es uns die Möglichkeit der individuellen, bedarfsgerechten Ansprache sowie eine höhere zeitliche Flexibilität. So können die Investoren und Analysten in einem speziell für sie aufbereiteten Downloadcenter auf die „an die Aktionäre“ gerichteten Dokumente (Corporate-Gover- nance-Bericht, Aufsichtsratsbericht, Kapi- tel zur Aktie) sowie den Lagebericht, den Abschluss und den Anhang direkt zugrei- fen. Eindeutig bevorzugte Darstellungs- form der von uns befragten Investoren und Analysten ist übrigens das klassische PDF. Bei Interesse können sie darüber hinaus in einem webbasierten Imageteil surfen. Die übrigen Stakeholder werden in dem für sie relevanten Bereich der Corpo- rate-Webseite mit reputations- und image- bildenden Inhalten „abgeholt“. Diese sind nicht notwendigerweise an den Veröffent- lichungstermin des Geschäftsberichts gebunden und können auch unterjährig aktualisiert werden. Fazit: Das Menü ist frei wählbar Ein Geschäftsbericht ist eine modulare Angelegenheit. Ganz wie bei einem kulina- rischen Menü sollte man ihn zielgruppen- gerecht aufbereiten. Und wenn man die aktuellen Möglichkeiten der Digitalisierung optimal ausnutzt, lassen sich bei der Erstellung sogar Zeit und Kosten sparen. Q Illustration: © Instinctif Partners Being Public Januar 201731

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